Ein Nachschlagewerk zentraler Begriffe aus unseren Analysen und Publikationen.
Die strategische Autonomie Europas bezeichnet die Fähigkeit der Europäischen Union, in globalen Angelegenheiten unabhängig vom Rest der Welt zu handeln und ihre Abhängigkeit von anderen Ländern in Bezug auf wichtige Ressourcen, Technologien und Sicherheit zu verringern.
Das Manifest von Ventotene von Spinelli, Rossi und Colorni (ursprünglich unter dem Titel „Für ein freies und einiges Europa“) ist ein politischer Grundlagentext der europäischen Integration und des Föderalismus. Es wurde während des Zweiten Weltkriegs gemeinsam verfasst und argumentiert, dass der traditionelle, vollständig souveräne Nationalstaat eine grundlegende Kriegsursache ist. Zudem plädiert es für die Schaffung einer supranationalen Europäischen Föderation, um einen dauerhaften Frieden auf dem Kontinent und demokratischen Fortschritt zu gewährleisten.
Das „28. Regime“ (auch als EU Inc. bekannt) ist ein geplanter, paneuropäischer gesellschaftsrechtlicher Rahmen. Es soll Unternehmen ermöglichen, sich unter einem einheitlichen, harmonisierten supranationalen Regelwerk in der gesamten Europäischen Union zu gründen, zu operieren und zu skalieren. Parallel zu den 27 unterschiedlichen nationalen Gesellschaftsrechten der EU-Mitgliedstaaten zielt das vorgeschlagene Regime darauf ab, die grenzüberschreitende regulatorische Fragmentierung zu beseitigen, die Kapitalflucht europäischer Tech-Unternehmen in die USA (ein Phänomen, das als „Delaware Flip“ bekannt ist) einzudämmen und ein einheitliches digitales Vehikel zu bieten, um die wirtschaftliche Integration innerhalb des Binnenmarktes zu beschleunigen.